Béla Bolten

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Neue Rezension

Gerade erschien eine Rezension von Larry Münzenmay über „Codewort Rothenburg“ auf seinem Buchblog. Sein Fazit:
„Es wäre hier eindeutig falsch, alleine von einem spannenden Kriminalroman zu sprechen. Spannung ist durchaus gegeben, an sich wäre der „Fall“ alleine schon ausreichend, um diesem Buch das Prädikat „Absolut Empfehlenswert“ zu geben. Doch das Drumherum dieser Geschichte verleiht eben darüber hinaus auch einen ganz besonderen Charme, der das Werk zum Buchtipp schlechthin macht.“

Lesen Sie hier die ganze Buchbesprechung.

Geheimtipp des Jahres

Das Online-Magazin MANIAX schreibt über Codewort Rothenburg:
„Völlig zu Recht hält sich „Codewort Rothenburg“ schon seit geraumer Zeit in den Bestsellerlisten von Amazon, wo er als historischer Roman & Krimi in den obersten Platzierungen zu finden ist. Béla Bolten ist es mit diesem Buch brillant gelungen, ein historisches Szenario in einen mitreißenden Krimi zu packen, der einen für viele Stunden nicht mehr los lässt. MANIAX spricht „Codewort Rothenburg“ sogar eine absolute Leseempfehlung aus, da wir das Buch für den Geheimtipp des Jahres halten, den wir vor allem Krimi-Freunden an Herz legen, die sich auf nahezu 250 Seiten von einer Geschichte fesseln lassen wollen, der es an nichts fehlt. Ganz im Gegenteil: Hier kommen auch Leser voll auf ihre Kosten, die Krimis nicht allzu viel abgewinnen können. „Codewort Rothenburg“ ist der Spagat gelungen, fesselnder Krimi und bildreicher historischer Roman zugleich zu sein. Béla Bolten beweist mit seinem hier vorliegenden Krimi, dass er diesem Genre durchaus gewachsen ist, und gern will man mehr solcher packenden Geschichten von ihm lesen.“

„Ein großer Lesegenuss …“

… urteilt Nora Weule in ihrer Rezension auf ebooks-lesen.net über Codewort Rothenburg.

Rezension im Ebook-Salon

Elsa Rieger über „Codewort Rothenburg“ in ihrem Ebook-Salon:

„Bolten hat es drauf in seinem Krimi, der viel mehr ein Sittenbild jener Zeit ist, die Leser einzuspinnen in das Grauen, enger und enger legt sich das klebrige Netz um einen, bis man vermeint, darin zu ersticken. Und ich denke, das liegt vor allem daran, dass Bolten fast kühl, sich als Autor ganz zurücknehmend, über schlimmstes Leid erzählt. Das packt einen wirklich im Herzen.“

Hier geht es zur vollständigen Rezension

Angels Bücherecke empfiehlt

„Historische Hintergründe und Personen kombiniert mit einer fiktiven spannenden Romanhandlung und einem temporeichen, fließend lesbaren Schreibstil sind die Zutaten für ein sehr lesenswertes Buch.“
Hier lesen Sie die ganze Rezension.

Neue Rezension

Kriminalroman trifft auf deutsche Geschichte!
Bela Bolten erschafft ein wunderbar realistisches Szenario …

Auch im Im Blog „nie ohne Buch“ ist eine Rezension zu „Codewort Rothenburg“ erschienen.

Rezension der „Büchertante“

Die Büchertante Linda Trommer hat Codewort Rothenburg rezensiert und gibt eine Leseempfehlung.
Hier geht es zu ihrem auch sonst sehr lesenswerten Bücherblog.

5-Sterne-Rezension

„Codewort Rothenburg ist definitiv mehr als nur ein spannender Krimi. Der Autor Belá Bolten schafft es, die Ereignisse der Zeit geschickt mit einem spannenden Kriminalfall zu verbinden.“
Die „Literaturfee“ Tracy Schedler gibt volle fünf Sterne. Hier lesen Sie die ganze Rezension.

 

Der Seite-99-Test

Wie beurteilt man vor dem Kauf die Qualität eines Buches oder ob es einem gefällt? Man liest den Klappentext und die erste Seite? Dann ist die Wahrscheinlichkeit, bei der Lektüre enttäuscht zu werden sehr groß. Das jedenfalls behauptete vor etwa hundert Jahren der englische Schriftsteller Ford Madox Ford, denn Autoren würden stets die größte Sorgfalt auf den Anfang eines Romans legen. Er empfahl deshalb, die Seite 99 zu lesen.

Die Seite 99 von »Codewort Rothenburg enthält nur sechs Zeilen. Deshalb gibt es hier noch die Seite 98 dazu. Es soll ja niemand die Katze im Sack kaufen.

Codewort Rothenburg, Seiten 98 und 99:

»Wenn du das Gebräu so nennen willst.«
Daut schlurfte zum Herd und goss sich eine Tasse ein. Die braune Flüssigkeit würde ihn zwar nicht wach machen, aber wenigstens seinen Durst löschen. Was hatte er einen Brand! Er nahm einen Schluck.
»Verdammt, ist das heiß!«
Er pustete in die Tasse, um den Muckefuck abzukühlen, und setzte sich neben Luise.
Plötzlich ertönte aus dem Lautsprecher unmittelbar nach dem Ansager die schnarrende Stimme des Reichspropagandaministers. Goebbels verlas eine Erklärung des Führers. Er sprach wie immer seltsam abgehackt, unbetont und schnell. Daut hatte das Gefühl, er nuschele heute noch mehr als sonst. Vielleicht lag es aber auch an seinem Kater, dass nur Bruchstücke der Rede in sein Hirn vordrangen.
»Wenn ich bisher durch die Umstände gezwungen war zu schweigen, so ist doch jetzt der Augenblick gekommen, wo ein weiteres Zusehen … ein Verbrechen am deutschen Volk, ja, an ganz Europa wäre. Deutsches Volk! In diesem Augenblick vollzieht sich ein Aufmarsch, der in Ausdehnung und Umfang der größte ist, den die Welt bisher gesehen hat … Ich habe mich … heute entschlossen, das Schicksal und die Zukunft des Deutschen Reiches und unseres Volkes wieder in die Hand unserer Soldaten zu legen. Möge uns der Herrgott in diesem Kampf helfen.«
Wovon redete der Kerl da? Daut verstand die Zusammenhänge nicht. Neben ihm flüsterte Luise.
»Sie hatten recht! Sie hatten tatsächlich recht. Er ist so wahnsinnig und beginnt einen Krieg mit Russland.«
Also davon sprach der hinkende Gnom. Daut wandte sich Luise zu. Sie hatte das Kinn in die aufgestützten Hände gelegt. Aus dem Gesicht war jede Farbe gewichen. Ihre Augen blickten starr geradeaus. Sie bemerkte nicht, dass ihr Mann sie anschaute. Hatte sie Angst? War sie verzweifelt? Nein! Daut kannte seine Frau. Was er sah, war keine Verzweiflung. Es war Entschlossenheit.

Beschneidung

In Deutschland diskutiert man gerade heftig über die religiöse Beschneidung von Knaben. In »Codewort Rothenburg« spielt dieser jüdische Ritus ebenfalls eine Rolle.

Codewort Rothenburg, Seiten 149/150:
Schon als Kleinkind tobte er durch ihre Wohnung. Damals ahnte niemand, welches Schicksal dieser Blondschopf mit seinem strahlenden Lächeln haben sollte. Er kam 1916 mitten im Krieg zur Welt. Der Vater starb 1918 bei Ypern im Gas, gab sein Leben für Deutschland und den Kaiser. Bekam das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Da stand seine Mutter Anna alleine mit dem Kleinen da, mitten in all dem Elend. Was sollte sie anderes tun, als sich an ihre Familie zu halten? Und die Familie half – unter einer einzigen Bedingung, die der Mutter nur gerecht schien. Also ging Anna in die Synagoge und sprach mit dem Rebbe, der sich zunächst weigerte. Die Zeremonie habe am achten Tag nach der Geburt stattzufinden, nicht nach zwei Jahren. Aber Anna argumentierte, verwies auf den Krieg, auf die Umstände.
»War der Knabe kränklich?«, fragte der Rebbe.
Anna sah ihre Chance.
»Ja, ja, er war immer schwach, deshalb ging es auch nicht«.
Es war nicht wahr, doch Lügen sollten von nun an zu seinem Leben gehören. Zwei Wochen später trug man Annas Sohn in das Bethaus, das seine Mutter viele Jahre nicht mehr besucht hatte. Ihr Mann war Katholik, und ihr selbst war Religion egal. Deshalb wurde der Junge direkt nach der Geburt zum Entsetzen von Annas Eltern getauft. Hätte sein Vater vor Ypern nicht zur falschen Zeit im falschen Graben gelegen, wäre er ein frommer Christ geworden. So aber stand jetzt, als sie ihn festlich gekleidet hereintrugen, die Gemeinde auf und rief: »Gesegnet, der da kommt!«
Der Mohel überprüfte mit einem Blick, ob die erforderlichen zehn Männer anwesend waren. Er ordnete seine Werkzeuge, und nachdem alles so abgelaufen war, wie vorgeschrieben, tat er sein Werk. Zum Erstaunen aller hielt der Kleine still. Nicht ein Laut kam aus seiner Kehle, als das Messer seine Vorhaut durchschnitt. Nur eine einzige Träne blitzte im linken Auge. Dem Schlusssegen der Zeremonie sollte er zumindest in seinen ersten Wünschen nie nachkommen: »Er wachse heran zur Tora, zur Chuppa und zu guten Werken.«

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