Béla Bolten

Wie ich zu meinem Namen kam

Langsam aber sicher rückt die Veröffentlichung meines ersten Kriminalromans immer näher. Über das Buch selbst will ich vorher nicht mehr preisgeben, als auf der Startseite zu lesen ist. Es sind aber nur noch wenige Wochen Geduld gefragt, bis der Vorhang sich öffnen wird, denn das Manuskript befindet sich in der Endkorrektur, am Cover wird gearbeitet und bei Facebook und Twitter werden auch die ersten Pflöcke eingeschlagen.
Deshalb beschäftige ich mich jetzt erst einmal mit mir selbst, sprich mit meinem Namen.
Ich schreibe seit Jahrzehnten zum Vergnügen und seit knapp zehn Jahren auch zum Broterwerb. Vor allem als Biograf – mir gefällt der englische Begriff »Personal Historian« viel besser – habe ich mir einen Namen gemacht und bin heute mit rund 40 produzierten Titeln einer der erfahrendsten und erfolgreichsten in diesem Fach.

Meine Arbeit als Sachbuchautor und Biograf möchte ich der Klarheit wegen von meiner Arbeit als Kriminalschriftsteller trennen. Deshalb fiel relativ früh die Entscheidung, mir ein Pseudonym zuzulegen. Aber wie wollte ich heißen? Die Liste umfasste bald Dutzende Namen. Einige wurden schnell wieder gestrichen, andere rückten in der Rangliste erst nach oben, um anschließend nach unten durchgereicht zu werden. Nach einigen Wochen blieben drei Namen übrig, die ich bei Freunden und Bekannten testete. Zum Glück entschied sich eine Mehrheit für das Pseudonym, das mir persönlich von Anfang an am sympathischsten war: Béla Bolten.
Wie der Name entstand? Béla Bartóks Klavierkonzerte haben mich im Musikunterricht fast vom Stuhl gerissen. Als Wanderer zwischen den musikalischen und sonstigen Welten schätze ich auch Béla B., womit der Vorname gleich zwei musikalische »Väter« hat, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der Nachname Bolten flog mir später zu, er war auf einmal da und mir gleich sympathisch. Dabei hat er garantiert nichts mit real existierenden Menschen zu tun. Das ist der Vorteil, wenn man in einen Namen nicht hineingeboren wird, sondern ihn sich aus freien Stücken aussuchen kann.
Da ich meinen Künstlernamen inzwischen oft geschrieben gesehen habe, fremdle ich nicht mehr ganz so stark mit ihm. Wenn jemand auf der Straße »Béla« ruft, drehe ich mich allerdings noch nicht um, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Einzelbeitrag-Navigation

3 Gedanken zu „Wie ich zu meinem Namen kam

  1. Wie wird dein Kriminalroman heissen?
    MfG Ferdi

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: